St. Sebastianus Schützenbruderschaft Rödingen e. V. - gegründet 1433

 

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Impressum

Historische Chronik  Die Geschichte der Schützenbruderschaft bis zum Ende des II. Weltkrieges

Neuzeitliche Chronik  Aufbau der Schießmannschaften und Bau eines Sportschießstandes

Erinnerungen an den Schießsport von 1964 bis 1979 (Niedergeschrieben im August 2015 vom Schützenbruder Konrad Langen)

 

Historische Geschichte der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft
Von Alexander Schumacher

Schon der Leitgedanke der Schützenbruderschaften unserer Region macht die enge Bindung an die Kirche deutlich. Für "Glaube, Sitte und Heimat" einzustehen war und ist das Ziel der Schützenschwestern und Schützenbrüder, die in den Vereinigungen historischen Ursprungs organisiert sind.

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Rödingen hat ihren Ursprung in einer Zeit, in der sich im Jülicher Land mehr und mehr Schützenbruderschaften formierten, um unter anderem dem Ziel nachzukommen, die Kirche zu schützen. So sind erste Erwähnungen auch in den Chroniken und historischen Berichten der Kirchen zu finden. Ein genaues Datum der Gründung der Rödinger St. Sebastianus-Schützenbruderschaft ist nicht, oder vielleicht auch noch nicht zu belegen, denn bei einem Brand im Hause Scheffels um das Jahr 1700 wurden die vorhandenen Unterlagen vernichtet. Vielleicht findet sich in Zukunft ein anderes Dokument in den riesigen Archiven, die es noch zu sichten gilt, um dann das Gründungsjahr der Bruderschaft genau zu belegen.

Da keine Belege vorhanden sind, bleibt bislang nur übrig, das Gründerjahr zu schätzen. Um das Jahr 1300 entstand das "liber valoris", ein Verzeichnis, in dem die Kirchen der damaligen Kölner Erzdiözese nach Dekanatseinteilung aufgezeichnet waren. Einträge aus diesem Buch lassen ein Bestehen der Bruderschaft bereits im Mittelalter vermuten. In den Akten des Staatsarchivs von Düsseldorf belegt ein Eintrag aus dem Jahr 1560 den Bestand einer Bruderschaft in Rödingen: "Die Bruderschaft hat vier Malter (Mtlr.) Roggen Erbjahrgezeiten". Weitere Belege wurden noch nicht aufgebracht. Historiker vermuten, daß die Bruderschaft, gleich anderen Bruderschaften im Jülicher Land, zur Zeit des Dreißig Jährigen Krieges in Verfall geriet.

Das Jahr 1715 sollte für die Bruderschaft das Jahr der Neubegründung werden. Arnold Blankenheuer gab der Bruderschaft ein solides Fundament. Eine Stiftung über sechs Morgen Ackerland und "neun Drittel Holzung" im Güstener Busch sollten die Bruderschaft im Bezug auf finanzielle Versorgung sichern. Seinem Bruder Peter Blankenheuer gestand er ein lebenslanges Nutzungsrecht der Stiftung zu, verpflichtete ihn im Gegenzug jedoch dazu, jährlich 10 Thaler an die Bruderschaft abzuführen. Nach dem Tod des Nutznießers der Stiftung stand es der Bruderschaft frei, das Land an gut zahlende Pächter zu vergeben. Die Holzgerechtsame stand dem Pfarrer zu, während an der Spitze der Bruderschaft zwei Vorsteher mit der Aufgabe in die Pflicht genommen wurden, ein Verzeichnis aller Mitglieder zu führen.

Beim Eintritt in die Bruderschaft war ein "Eintrittsgeld" zu zahlen, welches für Verheiratete einen ¼ Thaler betrug und für Ledige einen ½ Thaler. Das Statut vom 4. März des Jahres 1894 setzte das Eintrittsgeld auf 6 Mark fest. Nicht Jedermann war der Eintritt in die Bruderschaft gewährt. So mußte Eigentum in der Gemeinde Rödingen nachgewiesen werden, um eine Aufnahme zu erlangen. Als Gemeinde Rödingen bezeichnete man damals den Rödinger Dingstuhl, einem der größten im Jülicher Amte Caster, der neben Kalrath, Bettenhoven und Höllen auch Lich und Steinstraß umfaßte.

Die Mitgliederzahl wurde auf 100 Mitglieder beschränkt, die Zugehörigkeit der römisch-katholischen Konfession war Voraussetzung.

Am Patronatstag, dem St. Sebastianus-Tag, hatten die Brudermeister Rechenschaft abzulegen, dies vor der Mitgliederversammlung, oder vor fünf bis sechs der Ältesten.

Die Verbundenheit zur Kirche sollte auch die Arbeit im Verein maßgeblich prägen. Am Tag der großen Prozession war es so die Pflicht eines Schützenbruders, mit ungeladenem Gewehr in der Kirche zu erscheinen, um dort den sakramentalen Segen zu empfangen. Die Prozession führte die Gläubigen nach Kalrath, um auf dem Weg von Kalrath bis zur Windmühle für den Gründer der Bruderschaft zu beten. Nur an bestimmten Stellen durfte das Gewehr präsentiert werden. Diese Bestimmungen wurden sehr ernst genommen, wie es so zum Beispiel aus einem Bericht vom 26. Januar 1837 hervorgeht: "...diese Mitglieder haben sich erlaubt, bei der Fronleichnams-Prozession eine eigene Abteilung zu bilden, einige Schritte vor dem allerheiligsten Altars-Sakrament einherzuziehen und nach Belieben die Trommel zu rühren."

Dieser Brauch wurde abgeschafft, so daß die Schützenbrüder am St. Sebastianus-Tag dem Hochamt beiwohnen mußten, um auf dem Altar und einem Teller, der als Opferstock diente, ein Geldopfer darzubringen. Hieraus erhielten der Pastor und der Küster eine Entschädigung, insgesamt 48 Albus. Falls diese Geldopfer dazu nicht ausreichten, wurde die Differenz aus Bruderschaftsmitteln hinzugefügt.

Am Patronatstag sowie dem Fronleichnamstag sollten sich die Mitglieder der Bruderschaft zu einem fröhlichen Umtrunk versammeln. Das Bier, das hier getrunken wurde (ein oder zwei Ohm) wurden aus den Mitteln der Bruderschaft bezahlt. Kein Mitglied sollte nach neun Uhr noch im Wirtshaus anzutreffen sein. Das "weibliche Geschlecht" war bei diesen Veranstaltungen fernzuhalten.

Zwei mal im Jahr trafen sich die Schützen zum Vogelschießen. Am Pfingstmontag war das Königsvogelschießen, bei dem der neue Regent der Bruderschaft für das kommende Jahr ermittelt wurde. Aus einem alten Bericht geht folgendes hervor: "Der Vogel-König wurde unter Musik und Trommelschlag mit seinem Gefolge durchs Dorf von Wirtshaus zu Wirtshaus geführt, und zuletzt zur Kirche, wo mit dem Sakrament der Segen erteilt wurde. Dann ging es mit wildem Rufen zum Saufen. Das Heilige verliert hierbei bei dem Volke immer mehr an Wert und Hochschätzung." Ein Brauch, der auch schon zu damaliger Zeit nicht gern gesehen war und somit abgeändert wurde, um zu Glaube, Sitte und Heimat zurückzufinden.

Als moralische Verpflichtung wurde es den Mitgliedern mit auf den Weg gegeben, an der Beerdigung verstorbener Mitglieder teilzunehmen, um im Anschluß daran bei der heiligen Messe die Seele des Verstorbenen Gott, dem Allmächtigen zu empfehlen und auf dem Altar ein Opfer niederzulegen. Für den Fall, daß der Verstorbene Mitbruder den Pfarren Bettenhoven oder Lich angehörte, wurde außerdem noch ein Seelenamt in der Rödinger Pfarrkirche gefeiert. Die bei diesen Totenmessen gesammelten Opfer wurden an dem Tag, an dem die Namen der Verstorbenen verlesen wurden, an die Armen verteilt. Einem zeitgenössischem Bericht zu folge, hatte sich bei der Beerdigung folgender Brauch entwickelt: "Die Leiche wurde unter Rühren der Trommel zum Friedhof gebracht und hat der Pfarrer die Leiche zur Erde bestattet, geht edas Trommeln von Neuem am, und dauert fort, bis das Grab zugeworfen ist." Auch dieses war ein Brauch, der den Reformen der Zeit zum Opfer fiel.

Eines jedoch blieb vom "Zahn der Zeit" verschohnt. Die Ordnung, seit jeher eine der tragenden Tugenden der Bruderschaft. Zanken, Fluchen oder gar eine Schlägerei wurden mit je einem halben Reichsthaler geahndet. Das Versäumnis eines Gottesdienstes brachte dem Schützenbruder eine Strafe ein, nach der er ein Pfund Wachs an die Kirche und acht kölnische Albus an die Bruderschaft zahlen mußte.

Die Pfarrer der Rödinger Kirche gehörten fast immer der Bruderschaft als Mitglied an. So auch Dechant Andreas Holz, der einer der Mitunterzeichnenden der Aufrichtungsurkunde von 1715 war, wie auch sein Kaplan Johannes Krift, im Jahr 1788 Engelbert Froitzheim und 1815 Josefus Nießen.

Eine Änderung der Vereinsgrundlage ergab sich am 4. März des Jahres 1894, als sich nämlich die Schützenbruderschaft eine neue Satzung mit den Zwecken auferlegt:

· auf christlicher Grundlage die Mitglieder zu guten Staatsbürgern zu erziehen

· dürftige Mitglieder in Krankheitsfällen zu unterstützen und

· den verstorbenen Mitgliedern die letzte Ehre zu erweisen.

Für diese Änderung in der Satzung wurde die Genehmigung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz eingeholt.

Vom 29. Oktober an genoß die Schützenbruderschaft die Rechte einer juristischen Person, deren Kabinettsorder im neuen Palais ausgefertigt wurde.

Jegliches Vereinsleben in der Bruderschaft ruhte während der Wirren des ersten Weltkrieges. Am Patronatstag jedoch wurde die herkömmliche Messe weiterhin gelesen und die eingezogenen Schützen erhielten Liebesgaben aus der Heimat. Große Teile des Vermögens der Bruderschaft wurde in Kriegsanleihen angelegt.

Die erste Zeit nach dem Krieg war eine Zeit, in der die Besatzung dem Schützenwesen eher verhalten gegenüberstand. Die Entwicklung des Vereinslebens war stark eingeschränkt, da hinter den Tätigkeiten der Bruderschaft verkappter Militarismus vermutet wurde. Die Abhaltung der gewohnten Schützenfeste bedurfte so jedesmal einer Genehmigung. Mit dem Ende der Besatzungszeit konnte sich das Bruderschaftsleben wieder entfalten. Der in der Zwischenzeit gegründeten Erzbruderschaft traten die Rödinger Schützen bei. Doch sollte die Arbeit der Bruderschaft nicht lange unbeschattet bleiben.

Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Deutschland greift diese neue politische Strömung auch in das Gefüge des Schützenwesens ein. So war es unter anderem ein Ziel in der Diktatur des Dritten Reiches, die Schützenbruderschaften "gleichzuschalten" und sie in der Verfolgung ihrer Ziele von der Kirche loszulösen. Die Brudermeister sollten im Zuge dieser nationalsozialistischen Strategie zu "Führern der Schützenbruderschaft" umbenannt werden, um so die eigenen Strukturen auch auf das Vereinswesen zu projizieren. Die Bruderschaft wollte jedoch nicht ihre Bindung an die Kirche aufgeben, wie es von der politisch richtungsgebenden Partei verlangt wurde. Vielmehr entschlossen sich die Rödinger Schützenbrüder lieber auf ein öffentliches, weltliches Auftreten, als die alte katholische Tradition aufzugeben. Sie betätigte sich auf der Ebene ihrer christlichen Verantwortung weiter, so daß der Geist der Bruderschaft die dunkle Zeit der NS-Diktatur überstand und diese so sogar überlebte. Eine kleine Gruppe der Buderschaft trat dem NS-Reichsbund für Leibesübungen bei, worauf das Vereinsvermögen durch die Militärregierung beschlagnahmt wurde. Nach großer Anstrengung wurde diese Vermögenssperre alsbald wieder aufgehoben.

Nach dem zweiten Weltkrieg war es die Anregung des Pfarrers Bauer aus Baal, die die Bruderschaft zur Wiederaufnahme des Vereinslebens anregte. Seit nunmehr 46 Jahren ist die Arbeit der Bruderschaft maßgeblich am Gemeinschaftslebender Dorfbevölkerung beteiligt. Die Schützenfeste in den Sommermonaten waren und sind Anlaß und Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern dieser alten, überlieferten Tradition.

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Neuzeitliche Geschichte der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft
Von Alexander Schumacher

Aufbau der Schießmannschaften und Bau eines Sportschießstandes

Der Gedanke, die Aktivitäten der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft in einem eigenen Heim unterzubringen ist im Laufe der Geschichte des Vereins sicherlich des Öfteren auf den Plan gerufen worden. Pläne, die mal mehr, mal weniger ausgereift waren, um sie dann jedoch wieder zu verwerfen.

So standen auch im Jahr 1937 schon Überlegungen zum Bau eines Schießstandes im Raum. Gemeinsam im kameradschaftlichen Verein wollte man sich dieser Aufgabe stellen. Ein Vorhaben, das sicherlich durch die Wirren des Krieges nicht Durchgeführt werden konnte.

Erst 10 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, im Jahr 1955 wurden die Geschicke der Bruderschaft durch neue Verantwortliche wieder in die Hand genommen, ein erstes Übungsschießen der Jungschützen fand am Sonntag, dem 19. Juni nach dem Hochamt statt. Die Leitung dieses Schießens hatte der Schießwart Arnold Reuscher übernommen.

Der Grundstein für eine Fortführung der Vereinsarbeit war gelegt. Im Jahr 1963 sollte dann endlich der Bau eines Schießstandes folgen. Als Grund und Boden erachtete man das Grundstück der Witwe Josef Sons neben der Schmiede Karl Lessenich am Platz für geeignet. Die veranschlagten Kosten für den Bau beliefen sich auf für damalige Zeiten stattliche 32.000,-- Mark. In der Begründung zur Notwendigkeit dieses Bauvorhabens hieß es, daß "die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft" sich glücklich schätze, "eine beachtliche Jungschützengruppe zu haben. Die Bruderschaft" sehe "sich aber gezwungen, um ihre Schützenjugend unter anderem, weiter ein Betätigungsfeld zu bieten, einen nach der Art und Möglichkeit gut ausgerüsteten Luftgewehrstand zu bauen."

Vom Vorhaben war man in der folgenden Zeit immer noch überzeugt, nicht jedoch vom Ort des neuen Schützenheims. Im Jahr 1969 plante man den Schießstand nahe dem neu errichteten Sportplatz zu bauen. Die nicht enden wollende Planung des Schießstandes ging als "Schießstandangelegenheit" in die Analen des Vereins ein, nicht zuletzt aus der Tatsache heraus, daß dieser Punkt auf der Tagesordnung einer Versammlung immer wieder zu kontroversen Diskussionen führte. Um jedoch nicht nur über das Vorhaben zu sprechen, sondern auch Taten folgen zu lassen, wurden im Jahr 1970 die Schützenbrüder Hermann Doerges, Nikolaus Görgens und Heribert Sieben als Gemeindevertreter vom Vorstand beauftragt, in der strittigen Frage einen geeigneten Standort für die Sportanlage zu ermitteln.

Im Jahr 1974 stand dann der heutige Standort des Schießstandes fest: im Pfarrgarten neben dem Kolpingheim/Pfarrheim sollte das neue Domizil entstehen. Ein würdiger Platz im Hinblick auf die Grundsätze der Schützenbruderschaften, die in Glaube, Sitte und Heimat verankert sind. Präses und Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Kornelius zu Rödingen, Leo Lange, unterstützte dieses Vorhaben.

Auf die Initiative des stellvertretenden Bezirksschießmeisters Wilhelm Röhrbein wird im Jahr 1975 eine Schülergruppe gebildet. Durch seinen Einsatz gelingt es, schießbegeisterten Nachwuchs an den Verein zu binden. Da das neue Schützenheim noch in der Entstehungsphase war, wurde zunächst das Übungsschießen im Saal Vaaßen, auf dem Hof der Gaststätte Porta und auf dem Gelände von Matthias Wego und Wilhelm Röhrbein statt.

Auf der Generalversammlung am 17. Januar 1976 konnte der zweite Brudermeister mit konkreten Aussagen über den Bau des Schießstandes Ruhe in die Diskussionen um Planung und Entstehung bringen. Die Baukosten beliefen sich auf 30.000,-- Mark, wobei die Bruderschaft ein Eigenkapital in Höhe von 10.000,-- Mark beisteuerte, eine Eigenleistung der Mitglieder in Höhe von weiteren 10.000,-- Mark erbracht wurde und ein Gemeindezuschuß in Höhe von 5.000,-- Mark hinzukamen. Die restlichen 5.000,-- Mark sollten auf dem freien Kapitalmarkt beschafft werden.

Am 4. Juni war es dann soweit. Der erste Spatenstich grub sich in die Erde des Pfarrgartens. Als Vertreter der plötzlich verstorbenen Brudermeister Peter Knobloch und Michael Breuer rief Peter Schenk alle Mitglieder dazu auf, sich beim Bau des gemeinschaftlichen Vorhabens zu beteiligen. Jung- und Altschützen realisierten gemeinsam die neue Schießsportanlage. Schon am 1. September 1976 steht die Vollendung kurz bevor. In den drei Monaten der Entstehung realisierten die Schützen einen Luftgewehrschießstand mit Flachdach und in Massivbauweise. Die Größe belief sich auf ca. 18 mal 6,8 Meter; Umbauter Raum etwa 390 Kubikmeter. Zum Schießstand kommt noch ein Aufenthaltsraum, Der Stand bietet Möglichkeit, sechs Bahnen für Kaliber 4,5 (Diabolo) zu betreiben. Als ausführenden Architekten hatte man W. Finkeldei aus Linnich verpflichtet.

Im Januar 1977 sind auch die letzten Maßnahmen fertiggestellt. Die Einweihung findet dann am 21. Mai des gleichen Jahres statt, wobei er den Namen "St. Sebastianus-Schießsporthalle" erhält. Das erste offizielle Schießen wurde am 22. Mai durchgeführt. Am 6. März hatte man bereits alle Mitglieder zur Vereinsmeisterschaft eingeladen. Schießmeister Kunibert Langen schrieb in der Einladung : "Da unser neuer Schießstand fertiggestellt ist, sollen dort die Vereinsmeisterschaften ausgerichtet werden, und zwar in diesem Jahr erstmalig nach den Richtlinien des Deutschen Schützenbundes. Diese Bestimmungen besagen, daß jede Schützenklasse zu ihren Bedingungen schießt und nicht, wie es bisher üblich war, jedes Mitglied "mal schnell ein paar Schuß" schießt."

Im Jahr 1978 nehmen an den Bruderschaftsvergleichkämpfen des Bezirks Jülich bereits zwei Mannschaften der Rödinger Schützenbruderschaft teil. Im Jahr 1980 übergab Kunibert Langen als Nachfolger von Wilhelm Röhrbein das Amt als Schießmeister an Heinrich Gerken.

Im Jahr 1982 kamen die Turniere zum Ausschießen des Blankenheuer-Wanderpokals erstmalig zustande. Zu diesem Turnier werden alle Bruderschaften des Bezirksverbandes Jülich eingeladen. Das Schießen um den Ortswanderpokal findet bei den Beteiligten immer größeren Anklang. Teilnehmer sind die Ortsvereine der Ortschaft Rödingen-Höllen und Bettenhoven.

Nach einer Flaute erfuhr der Schießsport im Jahr 1990 wieder einen Aufwärtstrend. In der Wettkampfsaison wird zusätzlich eine Schülermannschaft sowie eine aufgelegten Mannschaft gemeldet. Erstmalig wird auch das St.-Kornelius-Pokalschießen durchgeführt.

Das regelmäßige Übungsschießen der Bruderschaft findet montags in der Zeit von 18 bis 22 Uhr statt, um den Aufwärtstrend weiter auszubauen und die Tradition des Rödinger Schützenwesens auch für die Zukunft auf feste Beine zu stellen.

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Historische Chronik

 


St. Sebastianus Schützenbruderschaft Rödingen - gegründet 1433

Email oder Vereinsadresse Klasend 37, 52445 Titz-Rödingen, Tel. 02463/ 38 87